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Fettsäureprofil aus Erythrozyten? Seien Sie gespannt!

Es ist uns gelungen, als erstes und einziges Labor in Europa, Fettsäuren bis C30 (!) in Erythrozyten zu messen und qualitativ auszuwerten.

Weshalb im Erythrozyten?

Erythrozyten werden im Knochenmark im Verlauf der Erythropoese aus hämatopoetischen Stammzellen (CFU-E) gebildet, passieren verschiedene Zwischenstufen (Proerythroblast, Erythroblast, Metamyelozyt) und gelangen von dort aus in den Blutstrom. Jugendliche Erythrozyten enthalten Reste von rRNA, die lichtmikroskopisch als feine gitterartige Strukturen sichtbar sind.

Inflammation:
Entzündungen und inflammatorische Biomarker haben sich als integrale Komponenten und Prädiktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen (CV) entwickelt. Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure (EPA und DHA), haben entzündungshemmende Eigenschaften und sind variabel mit niedrigem Blutdruck, günstigen Blutfettveränderungen und reduzierten CV-Ereignissen in Verbindung gebracht worden.

Untersuchung:
Wir untersuchen die Querschnittsassoziationen von roten Blutzellen(RBC)- Fettsäuren, die für die Zusammensetzung der Fettsäuren der Körpermembran repräsentativ sind. Diese sind unabhängig von "Essgewohnheiten", weshalb eine Messung im Serum nicht wirklich sinnvoll erscheint, im Hinblick auf inflammatorische Prozesse ohnedies nicht.

Ernährung:
Die typische westliche Ernährung enthält zu viele Kohlenhydrate und gesättigte Fette und ist in Bezug auf die essenzielle und nicht essenzielle Fettsäureaufnahme oft unausgewogen. Die "Ery-Fetttsäuren" werden als "Ernährungsprüfung" verwendet, um die Niveaus und das Gleichgewicht zwischen den essentiellen und nicht essenziellen Fettsäuren zu beurteilen, die für eine optimale Gesundheit und für das Wohlbefinden erforderlich sind aber darüberhinaus auch für den Erhalt der Zellmembranen extrem wichtig sind.
Essenzielle Fettsäuren regulieren die Integrität der Zellmembran, den Blutdruck und die Gerinnung, den Fettgehalt, die Immunantwort, das Tumorwachstum und -Hemmung sowie die entzündlichen Reaktionen auf Verletzungen und Infektionen.
Zudem stellen die "Ery-Fettsäuren" ein excellentes Ernährungsprüfungsmittel dar, bei der Entwicklung der effektivsten Ernährungs-und Ergänzungsbehandlungsprogramme, um die entsprechenden Verhältnisse der Fettsäuren untereinander (wieder-)herzustellen.