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Die fehlenden, grundlegenden Mechanismen im Verständnis der Krankheitsentstehung werden „über” der DNA vermutet: Auf der Ebene des Epigenoms.

Zwar enthält die DNA der Zelle die von den Eltern vererbten Gene und spielt damit genotypisch die grundlegende Rolle für die Entwicklung und Funktion des Organismus, im gesunden wie im pathologischen Zustand, jedoch wird deutlich und klar, dass ein Krankheitsgeschehen alleine durch die Genetik nicht erklärbar ist. Hier spielt die Epigenetik eine entscheidende Rolle, im obigen Sinne ebenso im Pathologischen wie im Gesunden.

Das Forschungsgebiet der Epigenetik hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die molekularen Strukturen, die im Zellkern als DNA vorliegen, auch regulatorische Effekte auf die Gene ausüben. In zahlreichen Untersuchungen konnten wir im IGL Labor diesbezüglich "crossing talks" finden und nachweisen.

Die molekularen Strukturen der DNA, das so genannte Chromatin, kann molekular verändert werden und damit dynamisch auf Gene und auf zelluläre Funktionen einwirken.

Durch die schier grenzenlos erscheinenden Untersuchungen durch Dr.Patricia Kane (MD) in den USA und dem IGL Labor zeigt sich, dass extrem viele der Modifikationen in der Chromatinstruktur durch Umweltfaktoren bzw. durch Toxine beeinflusst, vererbbar und größenteils reversibel sind.

Damit wird die Chromatinstruktur zum entscheindenden Bindeglied zwischen Genen und Umwelt, Entstehung und Verlauf von Krankheiten und dokumentieren damit deutlich die epigenetischen Einflüsse und Veränderungen.

Das Anliegen des IGL Labors ist es, die Erkenntnisse aus der reinen Forschung in eine praktische, dem Arzt und Patienten hinweisende Routine-Analytik zu bringen, denn Erkenntnisse derart wichtiger weil bestimmender Faktoren, müssen in die Praxis gebracht, mithin einen Nutzen haben. Erkenntnisse aus den epigenetischen Modifikationen bringen wir zunehmend in den Fokus der neurodegenerativen Krankheiten, beispielsweise Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose, CFS, Fibromyalgie-Syndrome und besonders Autismus. Hier wirken die modulierenden Mechanismen der Epigenetik, durch Umweltfaktoren (Toxine!) direkt auf das Genom, allerdings in sehr frühem Stadium und dafür in beeindruckenden Zeiträumen bis zur Krankheitsentstehnung bww. zum Ausbruch derselben.

Unser Verständnis der umweltbedingten Krankheiten hat in den letzten Jahren einen erheblichen Wandel erfahren. So sind nicht alleine akut-toxikologische Problematiken im Vordergrund, sondern vor allem die "schleichenden Vergiftungen", mithin alle toxikkologischen Auswirkungen im epigentischen Umfeld am Menschen - eine Aufgabe für Generationen von Forschern und Ärzten! Wir kümmern uns um die Erkrankungen des 21. Jahrhunderts.

Die IGL Labor GmbH interessiert sich unter anderem dafür, wie nicht-genetische Informationen über Generationen hinweg übertragen werden können. Eine wachsende Zahl an komplexen Phänotypen, wie zum Beispiel das Aussehen, Energiestoffwechsel, psychischer Zustand und Langlebigkeit (Lebensspanne), wurden kürzlich zum großen Teil durch epigenetische Informationen verifiziert.

Die Epigenetik beschreibt, wie Änderungen der Genexpression ohne Änderungen an der DNA-Sequenz, auftreten. Proteine, RNA-Moleküle oder auch chemische Modifikationen an Histonen und DNA können diese epigenetischen Veränderungen induzieren. Wie diese Informationen, die nicht direkt auf unserer DNA kodiert sind, von Generation zu Generation weitergegeben werden, ist noch nicht bekannt.

Das Verständnis der molekularen Determinanten wird Aufschluss darüber geben, wie Umweltveränderungen die Gesundheit und unsere Lebensspanne, nicht nur des Individuums, das sie erlebt, sondern auch ihrer Nachkommenschaft beeinflussen können.

Eines unserer Ziele in der epigenetischen Forschung ist, diese Veränderungs-Phänotypen zu identifizieren und die Mechanismen ihrer Übertragung über Generationen hinweg aufzuklären.

Weitere epigenetische Forschungsansätze der IGL Labor GmbH:

  • Autismus und Epigenetik
  • molekulare Mechanismen verstehen, um Krankheiten im physiologischen Kontext auch in den Krankheitsszenarien zu bestimmen
  • erbliche Veränderungen in Mustern epigenetischer Markierungen
  • Transportproteine in der Zellmembran
  • virale Auswirkungen in der Epigenetik und Vacczine
  • DNA-Methylierungsmuster und deren Veränderbarkeiten durch microRNA
  • somatische Entwicklung der DNA-Methylierungsmuster in Reaktion auf physiologische Stimuli
  • Epigenetische Faktoren der Homöostase
  • DNA-Methylierung-Targeting, Auslese-Mechanismen
  • DNA-Methylierung in der zellulären Stressantwort und Adaption
  • DNA Speicherung und Divergenz der DNA-Methylierung
  • Epigenetische Veränderungen im Alterungsprozess, Veränderungen der Chromatinstruktur an Neuronen und degernerativer Erkrankungen