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"Die Liebe zu dem, was uns antreibt, ist die Essenz all unseres Strebens, unserer Bemühungen und unserer Pflichten, zum Wohle der Gesundheit."

Stefan Georgios Möllhausen

Fettsäure-Analytik

Fettsäureprofil aus Erythrozyten? Seien Sie gespannt!

Es ist uns gelungen, als erstes und einziges Labor in Europa, Fettsäuren bis C30 (!) in Erythrozyten zu messen und qualitativ auszuwerten.

Weshalb im Erythrozyten?

Erythrozyten werden im Knochenmark im Verlauf der Erythropoese aus hämatopoetischen Stammzellen (CFU-E) gebildet, passieren verschiedene Zwischenstufen (Proerythroblast, Erythroblast, Metamyelozyt) und gelangen von dort aus in den Blutstrom. Jugendliche Erythrozyten enthalten Reste von rRNA, die lichtmikroskopisch als feine gitterartige Strukturen sichtbar sind.

Inflammation:
Entzündungen und inflammatorische Biomarker haben sich als integrale Komponenten und Prädiktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen (CV) entwickelt. Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure (EPA und DHA), haben entzündungshemmende Eigenschaften und sind variabel mit niedrigem Blutdruck, günstigen Blutfettveränderungen und reduzierten CV-Ereignissen in Verbindung gebracht worden.

Untersuchung:
Wir untersuchen die Querschnittsassoziationen von roten Blutzellen(RBC)- Fettsäuren, die für die Zusammensetzung der Fettsäuren der Körpermembran repräsentativ sind. Diese sind unabhängig von "Essgewohnheiten", weshalb eine Messung im Serum nicht wirklich sinnvoll erscheint, im Hinblick auf inflammatorische Prozesse ohnedies nicht.

Ernährung:
Die typische westliche Ernährung enthält zu viele Kohlenhydrate und gesättigte Fette und ist in Bezug auf die essenzielle und nicht essenzielle Fettsäureaufnahme oft unausgewogen. Die "Ery-Fetttsäuren" werden als "Ernährungsprüfung" verwendet, um die Niveaus und das Gleichgewicht zwischen den essentiellen und nicht essenziellen Fettsäuren zu beurteilen, die für eine optimale Gesundheit und für das Wohlbefinden erforderlich sind aber darüberhinaus auch für den Erhalt der Zellmembranen extrem wichtig sind.
Essenzielle Fettsäuren regulieren die Integrität der Zellmembran, den Blutdruck und die Gerinnung, den Fettgehalt, die Immunantwort, das Tumorwachstum und -Hemmung sowie die entzündlichen Reaktionen auf Verletzungen und Infektionen.
Zudem stellen die "Ery-Fettsäuren" ein excellentes Ernährungsprüfungsmittel dar, bei der Entwicklung der effektivsten Ernährungs-und Ergänzungsbehandlungsprogramme, um die entsprechenden Verhältnisse der Fettsäuren untereinander (wieder-)herzustellen.

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Neue Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Roewer

Die Arbeitsgruppe der IGL-Labor GmbH wird ergänzt um Prof. Dr. med. Dr. h. c. Norbert Roewer

Nahezu 25 Jahre leitete Prof. Dr. Norbert Roewer als Direktor die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Uniklinikums Würzburg (UKW).

Im Laufe dieser Zeit hat er sowohl die Entwicklung des Klinikums als auch die Forschung und Lehre im Fachbereich Anästhesiologie, maßgeblich geprägt. Nennenswerte Meilensteine sind u.a.:

  • die Modernisierung der Intensivstation des UKW in vielerlei technischen Aspekten, vor allem in Hinblick auf die Weiterentwicklung der Narkosearbeitsplätze

  • die Einführung eines Hochtechnologieverfahrens für Patienten mit Lungenversagen (2010): Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO)

  • die Entwicklung des UKW zur ersten, deutschlandweiten Professur für Notfall- und Katastrophenmedizin sowie Weiterentwicklung der Schmerzambulanz zum „Interdisziplinären Zentrum für Schmerzmedizin“

  • der Beitritt als Mitglied des engeren Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie & Intensivmedizin (DGAI) und dem Mitwirken in verschiedenen Kommissionen

  • die Hingabe zur Förderung wissenschaftlicher Aktivität als Mentor; förderte die Habilitation v. 28 Mitarbeitern in verschiedenen Forschungsbereichen, wie z.B.: Wirkstoffoptimierung, Organprotektion oder Maligne Hyperthermie sowie Gründung eines wissenschaftlichen Arbeitskreises „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ der DGAI

Trotz des Schritts in den Ruhestand steckt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Roewer noch voller Tatendrang und Begeisterung für die Wissenschaft. So fungiert er weiterhin als Seniorprofesser an der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg und wird, neben weiteren Projekten, das IGL-Labor in einer beratenden Funktion als Medical Advisor unterstützen.

Herr Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roewer wird als medizinisch-wissenschaftlicher Experte für uns ein breites Aufgabenfeld übernehmen. So bildet er zum Beispiel die Schnittstelle zwischen medizinischer Praxis und Epigenetischer Wissenschaft. Herr Prof. Roewer wird zudem die medizinische Wissenschaft gutachterlich beratend unterstützen.

Wir freuen uns auf eine spannende und erkenntnisreiche Zeit sowie auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihm.